Literaturverzeichnis

Fischer, Reinhard E. (2005):
Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. Alter – Herkunft – Bedeutung. — Berlin: be.bra Wiss.-Verlag.

Reinhard Fischer fasst in knapper und allgemeinverständlicher Darstellungsweise die Ergebnisse intensiver sprachwissenschaftlicher Forschungen zusammen. Er untersucht Alter, Herkunft und Bedeutung der Namen von 3897 Gemeinden, Ortsteilen, Wüstungen und Wohnplätzen, die einstmals Dörfer waren, in den heutigen Ländern Brandenburg und Berlin. Die alphabetisch gegliederten Namenartikel erfassen nach einem gleichartigen Gliederungsschema für den jeweiligen Ort amtliche Namen und Gemeindezugehörigkeit, Lageangaben sowie erste schriftliche Belege der Ortsnamen und erläutern deren Entstehung und inhaltliche Bedeutung. Die einzelnen Artikel werden ergänzt durch allgemeine Betrachtungen zu mehrfach vorkommenden Namensbildungen, zur Aussprache der Namen, zu Namensumbenennungen und deren politisch-ideologischen sowie kulturgeschichtlichen Motiven.
Siehe auch: Rezension, Verlagswebsite

 

Foster, Elzbieta (1998):
Brandenburgisches Namenbuch. Teil 11: Die Ortsnamen des Landes Ruppin. Mit einem siedlungsgeschichtlichen Beitrag von Christa Plate

Für das Untersuchungsgebiet, welches das ehemalige Land Ruppin in den Grenzen von 1900 umfaßt, wurden 486 Namen erschlossen und sprachlich erklärt. Das gesamte Namenmaterial wurde unter sprachlichem, geographischem und historischem Aspekt untersucht. Die umfassende Untersuchung ermöglichte neben der sprachlichen Aussage auch die Gewinnung weitgehender siedlungsgeschichtlicher Informationen. Es zeigt sich, daß an der Besiedlung des Raumes vorwiegend zwei ethnisch und sprachlich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, Slawen und Deutsche, beteiligt waren. Über eine vorslawische Besiedlung lassen sich keine weitgehenden Aussagen machen, da außer den Namen der Dosse und möglicherweise des Rhin weitere vorslawische Gewässernamen nicht belegt sind. Die Ergebnisse der Namenuntersuchung wurden auf drei Karten dargestellt, die einen Vergleich mit den Aussagen aus dem siedlungsgeschichtlichen Beitrag von Christa Plate ermöglichen.