Bücher

(2014) Variation in Language Acquisition

[in Vorbereitung] Hrsg. Gunther de Vogelaer / Matthias Katerbow

Sammelband zur Tagung “Variation in Language Acquisition

The aim of this book is to offer a state-of-the-art of current research on the topic, thereby focusing on two particular objectives: 1) it wants to present the acquisition of variation as an im-portant research topic, and testify to the diversity of approaches adopted in the study of variation in acquisitional data. Therefore, the idea is to bring together relevant insights from linguistic sub-disciplines as diverse as sociolinguistics, historical linguistics, dialectology, psycholinguistics and language development, and from a broad range of theoretical frameworks; and 2) in order to enable cross-linguistic comparison, the book wants to bring together research carried out in different sociolinguistic constellations, as most obviously found in different language areas or different countries.

(2013) Spracherwerb und Sprachvariation

Eine phonetisch-phonologische Analyse zum regionalen Erstspracherwerb im Moselfränkischen (Wittlich/Eifel)

de Gruyter, Berlin, New York, 2013, ISBN: 978-3-11-030976-8.

Spracherwerb und SprachvariationDer regionale Erstspracherwerb des Deutschen zählt zu den nahezu unbearbeiteten Desiderata der Linguistik. Das vorliegende Buch bietet eine umfassende Einführung in das Thema und zeigt die unmittelbare Relevanz von Spracherwerb und -variation zur Erklärung der Dynamik des Deutschen. Die Prozesse des regionalen Erstspracherwerbs werden empirisch anhand einer Panelstudie mit 3 bis 10 jährigen Kindern zum Erwerb der moselfränkischen Regionalsprache in Wittlich/Eifel gezeigt. Die innovativen Methoden der Datenerhebung zielen auf die Bearbeitung der drei Fragenkomplexe 1) Lautdynamik, 2) Faktoren der Lautdynamik und 3) individuelle Entwicklung der Varietäten- und Variationskompetenz. Dazu werden mit kindgerechten Methoden a) natürliche Sprache, b) explizite Varietätentests sowie c) Einschätzungen erhoben. Auf der Grundlage einer phonetisch-phonologischen Analyse werden zahlreiche Ergebnisse statistisch nachgewiesen, u. a. Frequenz, Lautklasse, Input, Situation, Alter und Individualität. Den stärksten Einfluss auf den Erwerb regionalsprachlicher Variation hat der individuelle Erfahrungsraum eines Kindes. Die Erforschung des regionalen Erstspracherwerbs ist ein ertragreiches Thema, das viele Anknüpfungspunkte zur Erforschung von Sprachwandel und -erwerb bietet.

(2010) Moderne Regionalsprachen als multidimensionales Forschungsfeld

Olms, Hildesheim, Zürich, New York, 2010, ISBN: 978-3-487-14457-3.
Hrsg. Matthias Katerbow / Alexander Werth

titelcover katerbow werth 2010Die Regionalsprachenforschung erfährt in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung hinsichtlich empirischer Forschung und inguistischer Theoriebildung. Die Beiträge des vorliegenden Bandes spiegeln dies exemplarisch wider. Sie beschreiben einerseits verschiedene Aspekte des Forschungsgegenstandes “moderne Regionalsprache”, d.h. der areal begrenzten und vertikal abgestuften Varietäten unterhalb der Standardsprache, und zeigen andererseits die in der Forschung bestehende Methodenvielfalt. In den einzelnen Beiträgen werden Forschungsprobleme behandelt, die sich vor allem aus der Sprachdynamiktheorie ergeben, nämlich die Genese der modernen Regionalsprachen, individuelle regionalsprachliche Synchronisierung, regiolektale Sprachgrenzen, Perzeption regionalen Sprechens, Sprach-dynamik syntaktischer Variation, sowie Fragen zur phonologischen Tonakzentregelumkehrung im Mittelfränkischen und zur dreifachen Quantitätsopposition im Niederdeutschen.

Siehe auch Rezension von Stephanie König und Inhaltsverzeichnis

 

Qualifikationsarbeiten

(2012) Spracherwerb und Sprachvariation

Eine phonetisch-phonologische Analyse zum regionalen Erstspracherwerb im Moselfränkischen (Wittlich/Eifel) 

Dissertation, Philipps-Universität Marburg

Der regionale Erstspracherwerb des Deutschen zählt zu den nahezu unbearbeiteten Desiderata der Linguistik. Das vorliegende Buch bietet eine umfassende Einführung in das Thema und zeigt die unmittelbare Relevanz von Spracherwerb und -variation zur Erklärung der Dynamik des Deutschen. Die Prozesse des regionalen Erstspracherwerbs werden empirisch anhand einer Panelstudie mit 3 bis 10 jährigen Kindern zum Erwerb der moselfränkischen Regionalsprache in Wittlich/Eifel gezeigt. Die innovativen Methoden der Datenerhebung zielen auf die Bearbeitung der drei Fragenkomplexe 1) Lautdynamik, 2) Faktoren der Lautdynamik und 3) individuelle Entwicklung der Varietäten- und Variationskompetenz. Dazu werden mit kindgerechten Methoden a) natürliche Sprache, b) explizite Varietätentests sowie c) Einschätzungen erhoben. Auf der Grundlage einer phonetisch-phonologischen Analyse werden zahlreiche Ergebnisse statistisch nachgewiesen, u.a. Frequenz, Lautklasse, Input, Situation, Alter und Individualität. Den stärksten Einfluss auf den Erwerb regionalsprachlicher Variation hat der individuelle Erfahrungsraum eines Kindes. Die Erforschung des regionalen Erstspracherwerbs ist ein ertragreiches Thema, das viele Anknüpfungspunkte zur Erforschung von Sprachwandel und -erwerb bietet.

 

(2005) Synchronisierung

Eine empirische Untersuchung im Rahmen der Sprachdynamik-Theorie

Magisterarbeit, Philipps-Universität Marburg

Im Zentrum der Sprachdynamik-Theorie, die derzeit von Schmidt/Herrgen (i.E.) entwickelt wird, steht ein individuell kognitiver Prozess, der als Synchronisierung bezeichnet wird, und die Tatsache beschreibt, dass Individuen ihre partiell differierenden Sprachkompetenzen in sprachlicher Interaktion “abgleichen”. Mit diesem neuen theoretischen Ansatz habe ich mich in meiner Magisterarbeit theoretisch und empirisch auseinandergesetzt, in dem ich eine erste empirische und vor allem methodische Sondierung vorgenommen habe.

Ziel der Arbeit ist es, zu zeigen, wie sich kognitive Umstrukturierungen bzw. Ergän­zungen durch den Abgleich von Sprachproduktions- und Sprachverstehensakten erstens methodisch auf der Ebene sprachlichen Verhaltens fassen lassen und zweitens wie diese in einem Fallbeispiel aussehen. Als konkretes Beispiel dient der Sprachgebrauch einer Informan­tin, die dauerhaft ihre regionalsprachliche Primärumgebung (alemannisch) gewechselt hat und in ihrer neuen sprachlichen Umgebung (moselfränkisch) in vier synchroni­sierungs­relevanten Situationen aufgezeichnet und variablenanalytisch auf phonetisch/­phono­logischer/morpholo­gischer Ebene analysiert wird. Die Analysen zeigen, dass die kommunikativen Anforderungen der neuen Umgebung zu einer Anpassung der aktiven Kompetenz der Informantin führten: Ein Teil der exklusiv alemannischen Varianten wird in der Kommunikation mit Sprechern der neuen Umgebung mit standardsprachlichen oder sogar moselfränkischen Varianten ersetzt.

Im Gesamtergebnis wird deutlich, dass die individuellen Synchronisierungseffekte, die sich für die Informantin aus dem Kontakt mit Sprechern beider Regionalsprachen ergeben, für die Theorie sprechen und sich somit die Dynamik von Sprache erklären lässt.