Hochschullehre

Übersicht meiner bisherigen Lehrtätigkeit

Einführung in die Linguistik des Deutschen I (Seminar)

Was ist Sprache, und wie wird sie gebraucht? Welche Ziele hat die Sprachwissenschaft? Diese Fragen stehen im Zentrum des ersten Teils der Einführung in die Linguistik des Deutschen. – Diese Einführungsveranstaltung wendet sich an Studienanfängerinnen und -anfänger. Sie gibt einen ersten Überblick über die verschiedenen Teilgebiete der Sprachwissenschaft und ihre Fragestellungen, Methoden und Theorien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen dazu befähigt werden, anhand von Sprachbeispielen aus dem Deutschen selbstständig sprachwissenschaftliche Analysen durchzuführen. Dabei stehen in diesem Proseminar die linguistischen Aspekte des Wortes im Mittelpunkt. Hierzu zählen die Laute und Lautstrukturen von Wörtern (Phonetik und Phonologie), der formale Aufbau von Wörtern (Morphologie) und ihre Bedeutung (Semantik). Außerdem wird eine erste Einführung in die Variationslinguistik gegeben.

  • 2011 WiSe, 2010 WiSe, 2009 WiSe, 2008 WiSe, 2007 WiSe, 2006 WiSe

Artikulations-, Transkriptions- und Hörübung I (Übung)

Die LV vermittelt Theorie und Anwendung des phonetischen Zeicheninventars der International Phonetic Association (IPA). Es geht dabei sowohl um die theoretischen Grundlagen der Beschreibungskategorien und Klassifizierung von Vokalen, Konsonanten und suprasegmentellen Merkmalen als auch um die praktische Anwendung in Linguistik und insbesondere Dialektologie und Sprachdynamik. Die LV ist wesentlicher Bestandteil der phonetischen Grundausbildung, richtet sich aber auch an Studierende fremdsprachiger Philologien sowie and Dialektologen.

  • 2011 WiSe, 2009 WiSe

Phonologischer Erwerb (Seminar)

Der größte Anteil aller Kinder erwirbt als Teil ihrer gesamten physischen und psychischen Entwicklung in einem mehrere Jahre dauernden Prozess eine kommunikative Kompetenz, die sowohl gestische, mimische als sprachliche Fähigkeiten vereint. Innerhalb der sprachlichen Kompetenz ist der Lauterwerb einer der bisher am besten erforschten Prozesse der faszinierenden Entwicklung des Säuglings zum Erwachsenen. In diesem Seminar wird der Erwerb der Sprachlaute in den Mittelpunkt gestellt. Hierbei soll das Zusammenwirken artikulatorischer, perzeptiver und kognitiver Prozesse erarbeitet werden, wozu sowohl theoretische Modelle als auch empirische Studien berücksichtigt werden.

  • 2011 SoSe

Schreibwerkstatt (Seminar)

Wissenschaftliches Schreiben, journalistisches Schreiben, kreatives Schreiben: Das Seminar befasst sich mit dem Schreibvorgang als kognitivem Textproduktionsprozess. Anhand sehr unterschiedlicher Textsorten machen die Schreibenden Erfahrungen in der selbst-regulierenden Textproduktion. Die Schreibwerkstatt versteht sich als Werkstatt, das heißt nicht das fertige Produkt TEXT ist Inhalt dieses Kurses, sondern das Üben der Produktion eines Textes. Somit steht vor allem das Finden des Zugangs zum eigenen Schreiben und das Überwinden möglicher Schreibblockaden im Mittelpunkt der Übungen und Diskussionen.

  • 2011 SoSe, 2010 WiSe, 2010 SoSe

Spracherwerbstheorien (Seminar)

Ein faszinierender Aspekt der Entwicklung des Menschen vom Säugling zum Erwachsenen ist das Erlernen seiner Muttersprache. Die wissenschaftliche Erforschung dieses Prozesses ist erst gut 100 Jahre alt und begann im Rahmen der Psychologie mit Forschern wie Carl Preyer, Wilhelm Wundt und Clara und William Stern. Die Linguistik selbst wendet sich der Erforschung des Erstspracherwerbs relativ spät zu und findet ihren breiter rezipierten Beginn mit Roman Jakobson und darauf folgend mit Noam Chomsky. Mittlerweile gibt es zahlreiche jeweils verschiedene Faktoren des Spracherwerbsprozesses berücksichtigende Theorien. In den letzten Jahren stand vor allem die sog. nature-versus-nurture-Debatte im Mittelpunkt der Diskussion, da sich hier jedoch keine “neue” allgemein anerkannte Konvergenztheorie fand, wird derzeit postuliert, dass es momentan keine umfassende theoretische Beschreibung gibt, die in der Lage ist, den Erstspracherwerb in seiner Fülle, Komplexität und Natürlichkeit zu erfassen. Im Seminar werden die verschiedenen Theorien erarbeitet, in Referaten vorgestellt und diskutiert sowie in Hausarbeiten ausführlich bearbeitet. Einen ersten einfachen Überblick zum Gegenstand und seiner wissenschaftlichen Beschreibung bietet Klein (2001), hierüber wird in der ersten Sitzung ein kurzer Lektüretest geschrieben.

  • 2010 WiSe

Textsorten online — Textsorten offline (Seminar)

Das Seminar verfolgt ein doppeltes Ziel: Zunächst werden in der ersten Hälfte des Seminars die theoretischen Grundlagen der modernen Textlinguistik, insbesondere der Textsortenklassifikiation, erarbeitet. Dieses Wissen wird dann vor allem in der zweiten Hälfte des Seminars angewendet werden, um Online-Textsorten, wie z.B. Blogs, Microblogs, Live-Ticker, Podcasts, Videopodcasts, Social Network Pages, Chats, etc., hinsichtlich ihrer pragmatischen und (text)linguistischen Struktur zu untersuchen und zu klassifizieren. Ausgehend von klassischen offline Textsorten, wie z.B. (Tages)Zeitung, Brief, Buch, etc., wird diskutiert und selbständig erforscht, inwiefern sich entsprechende Pendants online wiederfinden lassen und worin sich diese unterscheiden.

  • 2009 WiSe

Spracherwerb und Sprachvariation (Seminar)

Der Erwerb der deutschen Standardsprache gilt mittlerweile als relativ gut erforscht. Dahingegen stellt der Erwerb regionaler Varietäten und auch der situationsadäquaten Variationsfähigkeit ein auffallendes Forschungsdesiderat dar. Im Seminar wird eine Brücke zwischen dem bereits Bekannten und dem zu Erforschenden geschlagen, und zwar so, dass in den ersten Sitzungen die theoretischen Grundlagen erarbeitet werden und darauf aufbauend wird es den Studierenden möglich sein, anhand regionaler Spracherwerbsdaten eines aktuellen Forschungsprojekts eigenständige Analysen durchführen zu können. Dabei soll die phonetisch-phonologische Analyse im Vordergrund stehen, es können nach Absprache aber auch morphologische oder gesprächsanalytische Aspekte untersucht werden. Das Seminar richtet sich vor allem an Studierende, die die Vorlesung Spracherwerb (Prof. Dr. Kauschke) besuchen oder schon besucht haben.

  • 2009 SoSe

Propädeutikum zur Grammatik des Deutschen (Übung)

Gegenstand dieser Veranstaltung ist die Grammatik des Deutschen. Die Kenntnis grammatischer Kategorien sowie ein fundierter Umgang mit grammatischer Terminologie ist für die Bearbeitung linguistischer Probleme unablässig. Der Kurs richtet sich daher gezielt an Studienanfänger, denen die Möglichkeit geboten werden soll, eine grundlegende wissenschaftstheoretische Kompetenz im Bereich der Linguistik des Deutschen zu erwerben. Im Mittelpunkt stehen also Fragen des Typs: Was ist eigentlich ein Pronomen, wie unterscheiden sich Adjektive und Adverbien, was versteht man unter einer Apposition oder warum unterscheidet man im Deutschen einen Konjunktiv I von einem Konjunktiv II? Darüber hinaus können nach Bedarf auch Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens thematisiert werden, wie z.B. die Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Zitierweise oder
Literaturrecherche.

  • 2009 SoSe

Öffentlichkeitsarbeit im wissenschaftlichen Kontext (Seminar)

Das Seminar hat ein doppeltes Ziel: Zum einen sollen aktuelle Informationen zur Rolle der Sprachwissenschaft in verschiedenen berufsrelevanten Kommunikationsbereichen (Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Neue Medien, …) vermittelt werden. Zum anderen hat das Seminar Projektcharakter: Es soll diskutiert und erarbeitet werden, wie ein innovativer linguistischer Studiengang öffentlichkeitswirksam dargestellt und beworben werden kann. Dazu werden medienspezifische Texte (Website, Flyer, Begrüßungsschreiben, u.a.) produziert sowie eine Website für den Studiengang eingerichtet. Die Studierenden werden in Kleingruppen verschiedene Aufgabenbereiche selbständig inhaltlich erarbeiten und praktisch umsetzen.

  • 2008 SoSe

Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens (Übung)

In diesem Kurs werden grundlegende Techniken des Verfassens wissenschaftlicher Arbeiten vermittelt und geübt. Daher eignet sich diese Übung besonders für Studierende in den ersten Semestern und für diejenigen, die vor dem Verfassen ihrer ersten Seminararbeit stehen. Das Seminar vermittelt einerseits formale Richtlinien (Formatierung, Gliederung, Verzeichnisse, Paginierung, Linguistische Symbole, Zitieren, Literaturverzeichnis) und andererseits konkrete Arbeitsschritte (Literatursuche, Exzerpieren, Gliedern, Argumentieren und Grundformen des wissenschaftlichen Schreibens). An zentraler Stelle soll das Seminar diskutieren und klären, was wissenschaftliches Arbeiten ist und was nicht.

  • 2006 WiSe, 2006 SoSe