Bewusstseinsentwicklung zwischen Mensch und Tier

Auf ARTE lief vor nicht allzu langer Zeit die spannende Dokumentation “Die heilende Sprache der Pferde“. Es ist spannend und berührend zu sehen, wieviel mehr möglich ist in unserer Welt, wenn wir beginnen, mit allen Lebewesen zusammen zu leben. In der Dokumentation werden Therapeutinnen, ihre Pferde und Klienten der e.motion Equotherapie in Wien begleitet. Am spannendsten finde ich, dass die Pferde viel mehr wahrnehmen können und mit Klienten (z.B. Autisten), in Verbindung treten können, und dann als Übersetzer zwischen Klient und Therapeutin “arbeiten”. Hier wird ganz deutlich, wie sehr wir Menschen mit allem in der Welt verbunden sind; allzu oft sind wir jedoch nicht bereit uns dieser Vielfalt zu öffnen und die Verbindungen, das im Kontaktsein einfach geschehen zu lassen. Die Dokumentation zeigt auch, dass die Equotherapie offensichtlich erfolgreich ist, dass dies aber nicht oder kaum “wissenschaftlich” gezeigt werden kann. Solange wir also weiter dem “wissenschaftlichen” Rechtfertigungsanspruch erliegen und nicht dem vertrauen, was offensichtlich ist, bleiben uns viele Möglichkeiten und Potenziale verschlossen. Die Bilder und vorallem die Entwicklung der Klienten zeigt deutlich, was möglich ist. Hier steht Vertrauen und Verbundenheit (höre auch: WDR5 zu Verbundenheit) im Mittelpunkt des “Erfolgs”. Und diese Werte müssen meiner Meinung nach nicht verwissenschaftlicht werden.

Reiten verbessert die Haltung und stärkt den Rücken. Doch dass der Umgang mit Pferden heilende Wirkung für körperliche wie seelische Leiden hat, ist umstritten. Die Dokumentation beschäftigt sich zum einen mit der neuesten Forschung auf diesem Gebiet, zum anderen begleitet sie über mehrere Monate schwer kranke Menschen, die mit Hilfe von Pferden einen Weg zurück ins Leben finden. (weiter)

Auf Youtube kann man sich die Dokumentation nun in vier Teilen (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4) anschauen.

(Deutschland, 2012, 53mn), HR
Erstausstrahlungstermin: Do, 31. Mai 2012, 22:45

30. August 2012 von Matthias Katerbow
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